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Erwischt beim Sex

Erste-Hilfe statt heißer Liebe

Mit dem spontanen Besuch eines ganz besonderen Überraschungsgastes hatte Michael K. in der vergangenen Woche bei seiner Party nicht gerechnet. So nahm die Feier einen ganz anderen Ausgang als erhofft. Zu einem feucht-fröhlichen Brunch hatte der 30-jährige Werbefotograf Kollegen, Freunde und Geschäftspartner eingeladen. Auch das 27-jährige Model Sandy F. war der Einladung zur Einweihung des neuen Lofts mit angrenzendem Atelier gefolgt. Schon beim letzten gemeinsamen Foto-Shooting in der Karibik hatten sie und der Fotograf heiße und feurige Blicke getauscht. Nur der prall gefüllte Terminkalender hatte ein wildes Liebesabenteuer am Strand verhindert. Das wollten beide aber nun nachholen - sie brauchten nicht einmal darüber zu reden, ihnen war klar, dass ihre persönliche Party noch länger dauern würde als die der anderen Gäste.

Am frühen Nachmittag löste sich die Runde in bester Partylaune langsam auf. Küsschen links, Küsschen rechts - das Loft leerte sich. Etliche Flaschen Prosecco waren getrunken worden, frische Austern und Kaviar hatten großen Anklang gefunden. Als der letzte Gast gegangen und die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war, wussten Michael K. und Sandy F., dass dies der Anfang ihrer eigenen, erotischen Party war. Wortlos stießen sie nochmals mit ihren Gläsern an, bevor sie sich in die Arme fielen und leidenschaftlich küssten. In Windeseile hatten sie sich Ihrer Kleidung entledigt, kalte Prosecco-Tropfen perlten von ihrer Haut ab. Der Werbefotograf und das Model glühten vor sexuellem Verlangen. Auf der Dachterrasse erlebten sie schließlich den wildesten und tabulosesten Sex - nur der kalte Marmorfußboden kühlte ihre schweißnassen Körper etwas ab.

Im Rausch der unbändigen Lust bemerkten sie deshalb auch nicht, wie sich ein Schlüssel im Wohnungsschloss drehte und das Klackern von Damenschuhen zu hören war. "Michi, wir sind eher aus dem Urlaub zurück und wollten mal kucken, wie es dir so geht!" schallte es durch das Loft. Kaum, dass Michael K. und Sandy F. registriert hatten, dass diese Stimme aus unmittelbare Nähe kam und ihnen galt, stand sie schon vor ihnen. "Mutter, was zum Henker machst du hier?" entfuhr es dem splitternackten Michael K., der sich eben von Sandy F. hatte lösen können. "Du hast mir doch deinen Schlüssel gegeben, damit ich deine Blumen gießen kann, wenn du weg bist", stammelte die mit der Situation völlig überforderte Mutter, bevor sie kreidebleich zusammensackte. Statt heißer Liebe und wildem Sex stand nun Erste-Hilfe auf dem Programm.